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Naive Liebe zum Kapitalismus? - meine-welt-rettung

Naive Liebe zum Kapitalismus?

Ist Kapitalismus Fluch oder Segen?

Viele begrüßen ihn, andere verachten ihn. Manche macht er reich und andere werden ausgebeutet. Fakt ist, dass er sich durchgesetzt hat und in verschiedenen Ausprägungen die ganze Welt eingenommen hat. Um ihn nicht zu personifizieren und die Möglichkeit einer Opfer-Täter-Konstellation[1] darzubieten, sprechen wir von einem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, was sich die Menschen geschaffen haben, da es scheinbar sehr gut funktioniert.

An dieser Stelle sollen Inspirationen dargeboten werden, um dieses System zu hinterfragen. Folgende Fragen könnten dabei helfen, wenn wir einfach nur den Aspekt des „Gemeinwohls“ fokussieren:

Wem nützt der Kapitalismus? Dieselbe Frage sollte dabei von der kleinsten Form bis zur größten gedacht werden, quasi vom einzelnen Individuum -> Familie -> Stadt -> Staat -> Kontinent -> Weltbevölkerung. Weil bspw. ein gut funktionierender Kapitalismus in der BRD den Bundesbürgern gefällt, dieses Wirtschaftssystem aber negative Auswirkungen auf andere Menschen dieser global vernetzten Welt hat. Somit müsste man dann das „Gemeinwohl“ auf eine spezielle Gruppe konkret begrenzen.

Was sind die Bezugsgrößen und was sind die Kriterien, um ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zu bewerten? Wohlstand, Gleichheit, Gerechtigkeit, Fortschritt, Freizeit, individuelle Entfaltungsmöglichkeit, Demokratie, Religion oder Umwelt- und Artenschutz könnten individuelle Bewertungsmaßstäbe darstellen.

eine kurze Definition:

Kapitalismus als eine spezifische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, beruht im Wesen auf Privateigentum an den Produktionsmitteln und einer Steuerung von Produktion und Konsum über den Markt. Als weitere konstitutive Merkmale gelten die Akkumulation und das Streben nach Gewinn. Akkumulation ist durch Reinvestieren des auf dem Markt realisierten Mehrwerts vorangetriebene Erweiterung des Kapitals.

mehr via Bundeszentrale für politische Bildung

 

 

Interessante und kontroverse Beiträge:

 

  • ein Beitrag zum Thema von Meinhard Miegel (Sozialwissenschaftler und Publizist) der am 16. Januar 2015 in der Sächsischen Zeitung erschien: „Naive Liebe zum Kapitalismus“

 

 

 

 

  • ein Ein Interview mit dem anonymen Autorenkollektiv aus Frankreich, erschienen in die DIE ZEIT Nº 17/2015 8. Mai 2015: „Die Wut gewinnt an Boden“

 

 

 

 

 

[1] Natürlich kann ein Gesellschaftssystem mit seinen entsprechenden Prinzipien, Regeln und Gesetzen einem Individuum in irgendeiner Form Schaden zufügen und somit werden sich die Betroffenen zu Recht als Opfer fühlen, was an dieser Stelle auch nicht negiert werden soll! Nur diese Entität soll an dieser Stelle übergangen werden, da sie für eine zielführende Diskussion im Kontext des Versuches einer kritischen Hinterfragung des Systems nicht vordergründig hilfreich ist, denn aus der Opfer-Perspektive ist es schwer zu agieren. Somit nehmen wir als Ausgangspunkt der „Denkinspiration“ ein positivistisches Verständnis davon, dass wir Menschen Wirtschafts- u. Gesellschaftssysteme schaffen und somit auch abschaffen bzw. verändern können.


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