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gerechte Besteuerung - meine-welt-rettung

gerechte Besteuerung

Wie im Kapitel „Arm & Reich“ beschrieben gibt es eine zunehmende ungleiche Verteilung der Vermögen in Deutschland. Wenn wir dies für ungerecht halten, so stellt sich die Frage, was dagegen getan werden kann, um den Beitrag eines jeden Gesellschaftsmitglieds möglicherweise an das eigene Vermögen zu koppeln. Bei den folgend aufgeführten Möglichkeiten, beziehen wir uns  auf Ideen von Walter Wüllenweber, die er in seinem Buch „Die Asozialen“ beschreibt:

1.

ca. 45 Prozent Besteuerung des Arbeitslohns (betrifft in der Regel keine Reichen, da diese nicht angestellt sind)

vs.

ca. 22 Prozent Besteuerung  der Unternehmensgewinne/ Gewinne aus Kapitalgeschäften

–> Kapitalertragssteuer und die Körperschaftssteuer auf Unternehmensgewinne müssen erhöht werden

2.

Beispiel Ludwig Erhard:

Er verlangte einen „Lastenausgleich“ von den Reichen, womit damals die Eingliederung der Vertriebenen finanziert werden sollte. Es war eine Vermögensabgabe, bei der 1948 der Wert der Vermögen geschätzt wurde, wovon fast die Hälfte über 30 Jahre verteilt abgegeben werden musste, was letztendliche eine Belastung von 1,67 Prozent ausmachte.

Gebe es heute diesen Ausgleich, so würden jährlich ca. 27 Milliarden Euro zusätzlich dem Fiskus zur Verfügung stehen.

Die Last die es heute auszugleichen gilt, so Wüllenweber, ist vor allem die Last der Finanzmarktkrise. Die Bundesregierung begann anfangs mit einer Staatsverschuldung von 20 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Durch den Ausbau des Sozialstates stieg die Verschuldung auf ca. 40 Prozent, durch die Wiedervereinigung auf ca. 60 Prozent und die Finanzkrise verursacht durch Banken, erhöht den Schuldenberg um ca. 15-20 Prozent.

„Vor dem Bankencrash hat einzig die kleine Minderheit der Großanleger von den wundersamen Tricks der Investmentbanker profitiert (..). Die Fairness verlangt, dass die Verursacher und einzigen Profiteure auch für den Schaden geradestehen müssen. Die Konsequenz wäre dann: höhere Steuern und Abgaben für Vermögende!“ (Wüllenweber, 2012). Deutschland leiht sich Geld, bei denen, die es zu verleihen haben, den Reichen. „Die Anleger zeichnen die Staatsanleihen indes nicht aus Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaft. Sie verlangen natürlich Zinsen. Die Reparatur der Finanzmarktschäden macht seine Verursacher reicher und mächtiger.“ (Wüllenweber, 2012).

3.

Bessere Kontrollen der korrekten Versteuerung der Vermögenden, Abschaffung von Schlupflöchern und grundsätzliche Vereinfachung des Steuersystems. Damit es für alle überschaubar bleibt und damit nicht nur die Steuern sparen, die sich die besten Steuerberater leisten können und damit die Kosten der Finanzämter reduziert werden können.


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