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Fleischkonsum - meine-welt-rettung

Fleischkonsum

Der übermäßige Verzehr von Fleisch hat drastische Folgen. Ein ehemals besonderes und kostbares Nahrungsmittel avancierte zum alltäglichen und billigen Produkt. Derzeit verspeist ein Mensch hierzulande im Laufe seines Lebens durchschnittlich:

4 Rinder, 4 Schafe, 12 Gänse, 37 Enten, 46 Schweine, 46 Puten und 945 Hühner! (Quelle: Fleischatlas 2013, S.21) Mehr als tausend Tierleben für ein Menschenleben! Eine erschreckende Bilanz. Dabei sind in dieser Rechnung noch nicht einmal Wildtiere und Fische einbezogen sowie die indirekt „verbrauchten“ Tiere für die Produktion von Milch und Eiern. Legehennen und Milchkühe werden nicht alt und für jede Legehenne wird ein männliches Küken getötet, eine Kuh kann nicht dem Landwirt und ihrem Kalb Milch geben.

Folgen des Fleischkonsums und der dadurch entstandenen massenhaften Produktion:

Der Verzehr von Fleisch führt zur Lebensmittelverschwendung Nummer eins! Denn Rinder werden nicht mehr ausschließlich mit für den Menschen unverdaulichen Gras und Klee gefüttert, sondern sie bekommen zur Leistungssteigerung zusätzlich energiereiches Kraftfutter mit einem hohen Eiweißanteil, z.B. Soja. Etwa die Hälfte der weltweiten Getreideernten wird verfüttert, es  wäre effizienter, sie als menschliche Nahrung zu verwenden. Damit vergeudet Tierfutter auch Ackerland. Mehr als vier Milliarden Hektar kultivierten Landes  werden für den Anbau von Futtermitteln verbraucht. (Fleischatlas 2014, S. 26). Und es ist nicht so, dass das Futter für unsere Massentierhaltung ausschließlich in unserem Land angebaut wird (wobei hier schon zwei Drittel der gesamten Ackerernte dafür verwendet werden). Fast ein Drittel des Futters muss zugekauft werden, z.B. aus Brasilien und Argentinien. Für weitere Flächen werden Savannen umgepflügt und Regenwälder gerodet und damit Lebensraum unzähliger Tiere und Pflanzen zerstört. Darüber hinaus sind die Folgen der Abholzung für das Klima enorm, da die Fähigkeit, riesige Mengen Kohlenstoffdioxid zu binden und umzuwandeln mit den Bäumen verloren geht.

Auch die Gesundheit der Böden, Lebensgrundlage für alle folgenden Generationen auf der Erde, werden durch Massentierhaltung direkt und indirekt zerstört. Gigantische Mengen an Ausscheidungen fallen auf kleiner Fläche an und die Produktion der Futtermittel in intensiver Wirtschaftsweise fördert Bodenerosion und -vergiftung durch Herbizide.

Die intensive Futtermittelproduktion belastet weiterhin die Gewässer. Küstengewässer werden unter anderem mit Stickstoff überlastet, die dort angesiedelten vielfältigen Lebewesen sterben. Das Grundwasser wird durch Überdüngung ebenfalls verschmutzt. Außerdem ist die Landwirtschaft der Hauptnutzer von Süßwasser. „So verstecken sich, wie eine Untersuchung des WWF ermittelt, hinter einem Kilogramm Rindfleisch sage und schreibe 15.500 Liter Wasser. Ein kleiner Swimmingpool voll Wasser für vier saftige Steaks? Die Rechnung ist verblüffend, aber nachvollziehbar: Denn bis das Rind geschlachtet wird, hat es, so die Studie, im Schnitt 1.300 Kilo Getreide und 7.200 Kilo Raufutter gefressen. Dieses Futter braucht viel Wasser, um zu wachsen. Und dazu zählen noch 24 Kubikmeter Trinkwasser für die Tiere und 7 Kubikmeter für die Stallreinigung.“ (Fleischatlas 2013, S. 28)

Diese Agrarindustrie ist definitiv nicht nachhaltig und Fleischkonsum ist eine ethische Frage in vielerlei Hinsicht. Wir müssen uns darüber klar werden, dass wir mit jedem Stück Fleisch und Wurst für Tierleid, Umweltverschmutzung, Armut und Hunger in der dritten Welt mitverantwortlich sind. Verbraucher haben häufig den Bezug verloren, der Zusammenhang zwischen dem rosa Schnitzel in der Plastikpackung und dem Tier und seiner „Produktion“ ist abstrakt und nicht mehr nachvollziehbar geworden.

Eine Volksinitiative gegen Massentierhaltung wurde gerade vom Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg gestartet.

Weitere Informationsmöglichkeiten:

 

Nach diesem Video weinte ich bitterlich und beschloss, Veganer zu werden. (06. Februar 2015)

 

 

 



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